![]() Rathaus NachrichtenGroßes Interesse an den Kelten
Erstmals alle relevanten Informationen über die Keltenfunde am Hohenasperg gesammelt in einer anschaulichen Publikation zu veröffentlichen und damit ein Standardwerk für Generationen zu schaffen, das ist die ambitionierte Absicht der Kelten-Projektgruppe der Asperger Lokalen Agenda 21. Keltenbücher gibt es viele. Die weltbekannten archäologischen Funde aus Asperg sind immer wieder einzelnd in vielen bedeutenden Werken aufgeführt. In Fortführung Ihrer Arbeit für die Asperger Keltenausstellung im Jahr 2008 soll nun voraussichtlich im April 2010 das rund 220 Seiten umfassende, reichhaltig bebilderte Buch „Kelten am Hohenasperg“ erscheinen. Die vier ehrenamtlich aktiven Asperger Gertrud Bolay, Armin Krüger, Friedrich Müller und Herbert Paul arbeiten seit rund einem Jahr daran. Sie haben sich wissenschaftliche Fachunterstützung u.a. durch Autoren vom Landesamt für Denkmalpflege Dr. Ines Balzer, Dr. Jörg Biel und Priv. Doz Dr. Dirk Krauße sowie vom Landesmuseum Württemberg Referatsleiter Thomas Hoppe M.A. geholt.
Am Montag, 1. Februar 2010 wurde das Konzept von den ehrenamtlich Tätigen im gut besuchten Asperger Keltensaal ausführlich vorgestellt. Kerninhalte sind die Themen Fürstensitz Hohenasperg sowie die kunsthistorische Bedeutung der beiden Fürstengräber Grafenbühl und Kleinaspergle. Diese sind eingebettet in weitere Themen aus der Welt der Kelten. Die Texte und das Layout sind weitgehend fertiggestellt. Das Buch soll im Eigenverlag in einer Auflage von ca. 1.200-1.500 Exemplaren erscheinen. Die Wüstenrot-Stiftung und die Stadt Asperg unterstützen das Projekt bisher finanziell mit größeren Beträgen. Gesucht sind noch weitere Sponsoren. Wer das Buch über die wohl wichtigste Zeit der Asperger Geschichte gerne unterstützen möchte, kann bei den Mitgliedern der Keltengruppe und an der Infothek im Asperger Rathaus entsprechende Spendenvordrucke erhalten. Falls Mehreinnahmen erzielt werden, ist beabsichtigt diese in weitere Repliken der Asperger Funde zu investieren.
Erster Beigeordneter Manfred Linder dankte den vier Aktiven am Veranstaltungsabend für ihr umfangreiches Engagement. Er rief alle Anwesenden dazu auf, mit gutem Beispiel voranzugehen, das Projekt zu unterstützen und dafür überall Werbung zu machen. Im Anschluss an die Vorstellung des Buchkonzeptes präsentierte Dr. Harald von der Osten-Woldenburg den Ablauf und die Ergebnisse der geomagnetischen Untersuchungen am Kleinaspergle. Die umfangreichen Untersuchungen im vergangenen Jahr haben weitere interessante Kenntnisse zu zu diesem berühmten keltischen Fürstengrab ergeben. Die gemessenen Daten geben Aufschluss über das Innere des 7,60 m hohen und mit rund 60 m Durchmesser stattlichen Hügels im Süden der Stadt in dem eine Haupt- und eine Nebengrabkammer gefunden wurden. Da die sonst übliche Steinsetzung fehlt und die Kammern nur holzverschalt wurden, sind die Untersuchungsergebnisse für den Laien nur schwer zu erkennen. Von der Osten-Woldenburg vom Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen verdeutlichte diese bildhaft und mit detaillierten technischen Erläuterungen. (v.l.n.r.) Friedrich Müller und Herbert Paul stellen das Buchkonzept vor
Armin Krüger, Sprecher der Keltenbuchgruppe (rechts) dankt dem Referenten Dr. Harald von der Osten-Woldenburg für seinen Fachvortrag und überreichte ein Weinpräsent
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