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Keltenstadt Asperg

Der Hohenasperg

Ein Berg mit vielen Facetten!

Einzigartiges Wahrzeichen

Der Hohenasperg – 356 m hoch – oft auch als „der höchste Berg Deutschlands“ bezeichnet, liegt im Norden der Stadt und überragt diese um ca. 90 m. Wohl im ganzen Unterland ist kein Berg zu finden, der eine solch umfassende Rundschau über das weite Gebiet des mittleren Neckarlandes bietet.

Der Zugang ist von Westen her über die Schubartstraße und das Löwentor, über die Treppen durch die Weinberge (das sog. Schwitzgässle, Ostseite) oder den Fußweg an der Nordseite (vom Brünnele, Bergweg) möglich.

Die heutige Bebauung entstand im Laufe von Jahrhunderten. Die eindrücklichsten Spuren hat der Umbau zur Landesfestung im 16. Jahrhundert hinterlassen.

Der Hohenasperg war ein überregional bedeutsames Machtzentrum der Keltenzeit, Herrensitz der Franken, Höhenburg, Herrschaftssitz der Grafen von Asperg, Landesfestung, Garnison und Gefängnis, Invalidenanstalt, Internierungslager und Vollzugskrankenhaus sowie sozialtherapeutische Anstalt.

Die Innenanlage dient noch heute dem Strafvollzug Baden-Württemberg und der Sozialtherapie und ist für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich.

Die Außenanlage kann frei oder mit einer Gästeführung erkundet werden. Es gibt eine Gaststätte, die „Schubartstube“ und seit 2010 im Arsenalbau das Museum „Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis“.

Auf dem Weg zur Hügelsburg, vorbei am Schubartturm im dem der Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart einsaß, steht eine 2010 restaurierte historische Kanone mit der Stempelung „1866 Ludwigsburg“.

Auf den Deckplatten der Mauern im Bereich Hügelsburg sind Namen, Wappen und Verbindungszeichen von Studenten zu finden. Sie saßen auf dem Hohenasperg wegen Verstoß gegen das Duellierverbot eine sog. „Festungshaft“ ab.

Ein Rundweg erläutert die Sehenswürdigkeiten auf dem Hohenasperg. Dies sind unter anderem die Franzosenlinde, das Löwentor, der Festungseingang, die Kasematten, die Wachtürme, der Schubartturm, die Hügelsburg oder auch der Pulverturm.

Die nicht zugängliche Innenlage besteht aus der Kaserne, dem Kellereibau, dem Arrestantenbau, dem Invalidenbau, dem Kommandantenbau, dem Arsenalbau, und dem Wirtschaftsgebäude.

Die Gesamtanlage des Hohenaspergs ist als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung geschützt.

Zudem gibt es am Nordhang einen kleinen Gefangenfriedhof mit drei Gedenkplatten auf dem ab 1943 Opfer und Verfolgte des Naziregimes bestattet wurden. 1995 wurde der Friedhof neu angelegt.

Vor dem Löwentor steht unter einem Kastanienbaum das „Schubart-Denkmal“. Der Steinbildhauer Thomas Lorenz aus Bietigheim fertigte das Werk aus Sandstein 1983.

Unterhalb des Schubartturmes und „im Dialog zu Schubart und der Geschichte des Hohenaspergs“ findet sich seit 2008 die Stahlskulptur „Buch zur Erinnerung“ der Asperger Künstlerin Margit Lehmann.