Hohenasperg-Rundweg und Museum
Erkunden Sie unseren Hausberg und seine Geschichte!
Hohenasperg-Rundweg
Hinweistafeln vermitteln als „Historischer Rundweg“ Informationen über die Geschichte, Bedeutung und Verwendung der zugänglichen Gebäude und Einrichtungen auf der Bergfestung Hohenasperg.
Der Besucher wird bereits beim Löwentor darauf hingewiesen, dass dieses Eingangsportal 1675 unter Herzog Wilhelm Ludwig erbaut wurde. Außerhalb des Wallgrabens, vor dem äußeren Torturm, kann an einer Übersichtstafel mit Lageplan der Umfang der Gesamtbefestigung ersehen werden. Eine Kurzbeschreibung der Geschichte der Festung schließt sich an.
Weitere Hinweisschilder am äußeren Torturm, an den Kasematten, der ehemaligen Kaserne und dem Kellereibau führen den Besucher zum Schubartturm. Hier wurde der Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart während gut einem Jahr seiner insgesamt zehn Jahre Haft gefangen gehalten. Vorbei am Arsenalbau, gelangt man zur Hügelsburg, von wo aus ein guter Blick über die gesamte Stadt möglich ist.
Dort befindet sich im Arsenalbau das Museum.
Museum Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis
„Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis”. So lautet der Titel der Dauerausstellung, die das Haus der Geschichte Baden-Württemberg im ehemaligen Arsenalbau des Gefängnisses zeigt. Am Beispiel von 23 Häftlingsbiographien präsentiert die Schau, wie sich der Freiheitsentzug als Strafe über drei Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. Den laufenden Betrieb hat die Stadt Asperg übernommen.
Weit über die Landesgrenzen Württembergs hinaus galt der Hohenasperg lange als das politische Gefängnis in Deutschland schlechthin. Die zahlreichen Namen, mit denen dieser Ort charakterisiert wurde, zeugen davon, zum Beispiel “Demokratenbuckel” oder “Schicksalsberg”. Der alleinige Blick auf die politischen Gefangenen greift aus Sicht der Ausstellungsmacher des Hauses der Geschichte jedoch zu kurz. Viele tausend Menschen waren über die Jahrhunderte hinweg hoch oben auf dem Hohenasperg unter Verschluss - aus einer Vielfalt von Gründen. Manche mussten dort für ihre politische Überzeugung büßen, andere waren schlicht in Ungnade gefallen oder wurden Opfer rassischer Verfolgung. Und wieder andere hatten gestohlen, betrogen, Menschen getötet.
Familien, Geschichtsinteressierte, professionelle Historiker: Sie alle finden viel Wissenswertes in der Dauerausstellung auf dem Hohenasperg. Diese gewährt anhand von Originalexponaten und vielen Projektionen sowie Tondokumenten einen beeindruckenden Gesamteinblick in insgesamt 23 Häftlingsleben.
Im Leseraum mit einer großen Datenbank sind vertiefende Recherchen möglich. Neben der originalen Tür der Schubart-Zelle gibt es zahlreiche andere authentische Objekte zu bestaunen.
Weitere Informationen zum Museum Hohenasperg erhalten Sie auch über folgenden Link: "Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis”.