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Aktuelles aus Asperg

Gedenken an die Deportation der Sinti und Roma im Mai 1940

Vom 16. bis 22. Mai 1940 wurden mehrere hundert südwestdeutsche Sinti und Roma auf Anordnung von Heinrich Himmler auf der Sammelstelle Hohenasperg familienweise „rassen-hygienisch untersucht“.

Die Nationalsozialisten ließen sie danach vom Asperger Bahnhof aus in die Vernichtungslager nach Polen verschleppen. Sie fielen in großer Zahl dem Völkermord des NS-Regimes zum Opfer.

Wie die bedrückenden historischen Bilder vom Mai 1940 zeigen, beschritten die Sinti und Roma Familien den Weg durch die Stadt zum Bahnhof am helllichten Tag und auch vor den Augen einiger am Straßenrand stehender Personen. Hermann Weiss, dessen Biographie auch im Museum „Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis“ vorgestellt wird, beschrieb dies wie folgt: „Es hat ausgesehen wie ein Trauerzug“.

Aufgrund der aktuellen Situation konnte auch in diesem Jahr die bereits im vergangenen Jahr geplante Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag nicht stattfinden.

Bürgermeister Christian Eiberger gedachte daher am Samstag, 22. Mai 2021, im kleinen Kreis zusammen mit Ilona Lagrene vom Landesverband der Sinti und Roma mit einer Kranzniederlegung vor der Gedenktafel am Bahnhof Asperg der Deportation vor 82 Jahren.

Anwesend waren auch der Sohn Marco Lagrene, George Petri vom Verband der Sinti und Roma, Michael Jurisch und Thomas Frank von der Asperger Ortsgruppe Amnesty International.

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