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Aktuelles aus Asperg

55 Jahre Städtepartnerschaft Asperg - Lure

v.l.n.r.: Bürgermeister Cristian Eiberger, Lures Beigeordnete für Städtepartnerschaft Karine Guillerey und Lures Bürgermeister Eric Houlley
v.l.n.r.: Bürgermeister Cristian Eiberger, Lures Beigeordnete für Städtepartnerschaft Karine Guillerey und Lures Bürgermeister Eric Houlley

Bereits seit 55 Jahren besteht die im Jahr 1967 in Asperg und Lure feierlich unterzeichnete Partnerschaft der beiden Kommunen im Landkreis Ludwigsburg und im Département Haute-Saône in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Eine große Anzahl an Begegnungen zwischen Schülern und Vereinen, aber auch offizieller Delegationen tragen seither zum gegenseitigen Verstehen und weiteren Kennenlernen bei. Das Nebeneinander, Beieinander und Miteinander von Lurern und Aspergern, von Franzosen und Deutschen ist in der Zwischenzeit zur Selbstverständlichkeit geworden.

So auch am vergangenen Wochenende, 1. und 2. Oktober 2022, beim Besuch einer Asperger Delegation in der französischen Partnerstadt.

Empfangen wurde die Delegation im sogenannten „Stadtgarten“, ein Projekt der Stadt Lure, gefördert von der Region Bourgogne-Franche-Comté. Gleich mehrere Gärtner versorgen von dort aus unter anderem Schulen und Seniorenheime mit frischem und regionalem Gemüse. Auch Privatpersonen haben die Möglichkeit Parzellen zu nutzen und Dinge des täglichen Bedarfes anzubauen.

Wie wichtig die deutsch-französischen Beziehungen für den Frieden in Europa und den Fortbestand der Europäischen Union sind, brachten die beiden Bürgermeister Eric Houlley und Christian Eiberger dann am Samstagnachmittag zum Ausdruck. Im Jugendzentrum von Lure ging es auch um einen Blick in eines der wohl traurigsten Kapitel der beiden Völker.

Bereits vom 13. bis 15. September 2019 fand im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft eine Begegnung mit jeweils sieben Jugendlichen aus Verdun, Lure und Asperg in Verdun statt. Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums hatten dabei die Gelegenheit, an diesem besonderen Treffen auf geschichtsträchtigem Boden teilzunehmen. Ziel des Treffens war es, das interkulturelle Verständnis, den gegenseitigen Respekt und die Toleranz auf Basis der gemeinsamen Geschichte beider Länder zu fördern. Keine Stadt dürfte dabei wohl geeigneter sein als Verdun, ein Ort, welcher wie kaum ein anderer für die furchtbaren und erschreckenden Auseinandersetzungen beider Länder im Ersten Weltkrieg steht. Finanziert wurde das Projekt zum Großteil vom französischen Staat, dem Département Haute-Saône sowie den Städten Lure und Asperg. Am Ende des Projekts ist damals eine beeindruckende Ausstellung entstanden, welche nun auch nochmals von den Teilnehmern des Städtepartnerschaftstreffens eingesehen werden konnte.

Die Geschichte verpflichte beide Völker für Frieden und Verständigung einzustehen, so das Resümee der beiden Bürgermeister beim Besuch des Jugendzentrums.

Besuch des Jugendzentrums Lure
Besuch des Jugendzentrums Lure

„Die deutsch-französische Freundschaft, darf nach meiner tiefsten Überzeugung niemals geschwächt werden, denn es ist das stärkste Glied, um die Werte der Demokratie auf dem europäischen Kontinent zu sichern. Dies ist in einer Zeit, in der ein grausamer Krieg gegen die Ukraine entfesselt wurde und in der die extremistische und autoritäre Versuchung auch die Länder der Europäischen Union politisch erschüttert umso wichtiger. Die deutsch-französische Achse muss standhaft bleiben. Und das ist das Ziel unserer Städtepartnerschaft“, so Lures Bürgermeister Eric Houlley.

Auch Bürgermeister Christian Eiberger ging auf den Gründergedanken der Städtepartnerschaft vor 55 Jahren ein.

„Unsere Vorväter trafen vor 55 Jahren eine sehr weise und weitsichtige Entscheidung: Die Städtepartnerschaft zwischen Lure und Asperg – wir verbrüderten uns. Dies mit dem Ziel kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden, Versöhnung zu ermöglichen, Verständnis füreinander zu schaffen und aus Feinden Freunde zu machen. Und ja, wie wir heute sehen, ist uns das vorbildlich gelungen“.

Jede Begegnung, jeder Austausch, jede Aktion von Menschen aus Lure und Asperg - von Menschen aus Frankreich und Deutschland würden die Freundschaft und Verbundenheit sowie damit auch das gemeinsame Europa weiter stärken. Daran gelte es auch weiterhin festzuhalten. Gerade vor dem Hintergrund des Aufkommens nationalistischer Gedanken und dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine sei es wichtig zusammenzustehen und gemeinsam Verständigung und Frieden auf dem europäischen Kontinent höchste Priorität einzuräumen.

Das Programm der beiden Tage bot dann natürlich aber auch wieder Raum und Zeit, die engen Beziehungen weiter zu stärken, auf gemeinsam Erreichtes zurückzublicken und auch einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Besuch der Biergläsersammlung von Michel Antony
Besuch der Biergläsersammlung von Michel Antony
Besichtigung der Brauerei in Ronchamp
Besichtigung der Brauerei in Ronchamp

Ebenfalls auf dem Programm stand der Besuch einer Brauerei in Ronchamp. Genau wie das Asperger Esele gibt es zwischenzeitlich nämlich auch in der französischen Partnerstadt eine besondere Bierspezialität. Bei einem Rundgang konnte man Eindrücke in die hohe Kunst der Bierbrauerei erfahren und natürlich durfte auch eine Verköstigung des kühlen Gerstensaftes nicht fehlen.

Dazu passend auch der Besuch einer privaten Biergläsersammlung. Michel Antony sammelt seit 50 Jahren Biergläser und Krüge aus Frankreich und weltweit. Inzwischen ist eine stolze Anzahl von rund 1600 Exemplaren zusammengekommen. Auch die Geschichte hinter den Gläsern und Krügen spielt dabei eine wichtige Rolle. Etliche der Exemplare sind bereits über 100 Jahre alt. Stolz der Sammlung ist aber ein besonders altes und seltenstes Exemplar aus einer Klosterbrauerei.

Um die Sammlung zu erweiterten, nutzte Bürgermeister Christian Eiberger die Gelegenheit und übergab ihm ein paar Exemplare der Asperger-Esele-Gläser. Verbunden natürlich mit ein paar Flaschen des besonderen Asperger Gerstensaftes, wobei die Lurer Bierspezialität dem Asperger Esele in keinster Weise nachsteht.

Wiederum passend dazu dann auch der Besuch des Asperger Standes auf der gleichzeitig stattfindenden Foire de Lure. Denn auch hier gehört es nach pandemiebedingter Unterbrechung weiter zur festen Tradition, dass wenn in Aspergs französischer Partnerstadt die Foire de Lure stattfindet, auch Asperg mit einem Stand vertreten ist. Die Foire de Lure ist die zentrale Ausstellung der Region Lure, auf der sich neben zahlreichen Handwerkern und Dienstleistern auch Spezialitätenhändler präsentieren.

Besuch des Asperger Standes auf der Foire de Lure
Besuch des Asperger Standes auf der Foire de Lure
Schwäbische Backkunst auf der Foire de Lure
Schwäbische Backkunst auf der Foire de Lure

Stadtrat Jörg Göggelmann organisierte auch diesmal wieder mit seinen fleißigen Helfern den Asperger Stand, an welchem neben den frisch gebackenen Brezeln natürlich auch das Asperger Esele-Bier nicht fehlen durfte. Er führt damit bereits seit vielen Jahren die von Altstadtrat Rolf Janiak und dem zwischenzeitlich leider verstorbenen Siegfried Nädele ins Leben gerufene Tradition der schwäbischen Backkunst in Aspergs französischer Partnerstadt weiter.

Erneut wurde ein ganzer Anhänger benötigt, um eine komplett ausgestattete Backstube, die Backzutaten und dutzende Kisten Esele-Bier in die französische Partnerstadt zu transportieren. Das Material für die Brezeln und die Backstube kamen wieder einmal von der Asperger Bäckerei Katz. Zubereitet und gebacken wurde frisch vor Ort. Viel Unterstützung erhielten die Asperger dabei auch wieder von den französischen Freunden.

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